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Über PickleballDACH

Wie eine WhatsApp-Einladung in Bangkok zur Plattform für die D·A·CH-Pickleball-Szene wurde. Die persönliche Geschichte hinter PickleballDACH, von Claudia Berger.

Pickleball-Halle im Benjakitti Forest Park in Bangkok, mehrere Courts mit Spielerinnen und Spielern

Pickleball-Halle im Benjakitti Forest Park, Bangkok

Der Freitag, der alles geändert hat

Es war ungefähr ein Jahr nach meinem Umzug nach Bangkok, als eine Freundin eine WhatsApp-Gruppe aufgemacht hat. Die Frage in die Runde: „Hat jemand Lust auf eine Einführung in Pickleball?"

Ich hatte noch nie davon gehört. Aber ich bin neugierig, gesellig, und an dem Freitag hatte ich Zeit. Also habe ich zugesagt.

Drei Tage später stand ich zum ersten Mal auf einem Pickleball-Court.

Nach fünf Minuten waren die Grundregeln klar. Dann wurde losgespielt. Aus der einen Einführungsstunde wurde direkt ein weiterer Freitag. Der wurde von einer auf zwei Stunden verlängert. Dann kam der Mittwoch dazu. Dann der Montag.

Mit jedem Termin lernte ich neue Leute kennen, die da quasi jeden Tag spielten. Und ziemlich schnell war ich selbst eine von ihnen.

Das war im Januar 2024. Seitdem stehe ich fast täglich auf dem Court.

Mein Wohnzimmer heißt Benjakitti Forest Park

Die Halle, die lange mein zweites Wohnzimmer war, steht mitten in Bangkok im Benjakitti Forest Park: überdacht, öffentlich, von der Stadt Bangkok eingerichtet und kostenlos für alle. Offen vom frühen Morgen bis spät in den Abend, hochfrequentiert, unbürokratisch.

Innenansicht der Pickleball-Halle im Benjakitti Forest Park mit mehreren Courts und Spielenden

Zehn Courts unter einem Dach, kostenlos für alle

Außenansicht der Backsteinhalle des Benjakitti Sports Center im Park, mit Schild und Radweg

Mitten im Park, frei zugänglich für alle

Für mich ist dieser Ort ein Vorzeigemodell dafür, wie öffentlich geförderte Gesundheits- und Sportangebote aussehen können, wenn eine Stadt es ernst meint. Kein Mitgliedsbeitrag. Keine Wartelisten. Kein Verein, bei dem du erst anklopfen musst. Einfach: Paddle mitbringen, in die Runde stellen, mitspielen.

Viele Spieler, die heute zu meinem festen Kreis gehören, haben hier angefangen. Und in den zwei Jahren seit meinem ersten Freitag sind in Bangkok so viele weitere Spielorte und Gruppen entstanden, dass meine Familie mich inzwischen öfter auf dem Court als zu Hause antrifft.

Die Szene wächst rasant. Und ich werde jeden Tag daran erinnert, was passiert, wenn ein Sport auf fruchtbaren Boden fällt.

Das Trauerspiel im Heimaturlaub

Sommer 2025, Heimaturlaub in Deutschland. Geplante Aufenthalte in Leipzig, Bonn, Stuttgart, Passau, Ingolstadt, Dortmund, quer durchs Land, bei Familie und Freunden. Zwei Koffer, viel Vorfreude, und der Plan: in jeder Stadt ein, zwei Mal Pickleball spielen.

Ich habe im Vorfeld recherchiert. Und war ernüchtert.

Keine Angebote weit und breit. Der Sport weitgehend unbekannt. Auf Reddit und GuteFrage.de Pickleball-Fragen, die seit Monaten unbeantwortet waren. Vereinzelte Forenbeiträge, aber keine Anlaufstelle. Keine Übersicht. Kein „schau hier nach, da findest du das Nötigste."

Genau da war die Idee geboren. Wenn ich das suche, suchen das andere auch. Und wenn keiner diese Seite baut, dann baue ich sie selbst.

Name gefunden. Domain gesichert. Und dann, weil das Leben so läuft, viele Monate in den Hintergrund gerutscht. Bangkok, Job, Alltag, Kinder.

Was mich jetzt zurückbringt, ist die nächste Deutschland-Reise. Im Sommer 2026 reise ich quer durchs Land, und dieses Mal möchte ich nicht wieder wochenlang pausieren, sondern Gleichgesinnte finden.

Warum jetzt, warum aus Bangkok

Die ehrliche Antwort: Auch Eigennutz. Ich baue PickleballDACH für alle, die suchen, was ich 2025 nicht gefunden habe. Aber ich baue es ganz bewusst auch für mich selbst.

Mehrere Städte, mit denen ich persönlich verbunden bin, sind nach wie vor blank: keine Courts, keine Gruppen, keine Spielmöglichkeiten. Das soll sich ändern, und ich möchte dazu beitragen.

Aus Bangkok zu bauen hat außerdem einen Vorteil, den ich erst nach und nach verstanden habe: Ich sehe täglich, wo die D·A·CH-Szene in zwei, drei Jahren stehen kann. Der Benjakitti Park, die Mischung aus 20-Jährigen und Rentnern auf denselben Courts, die Selbstverständlichkeit, mit der Pickleball hier zum Alltag geworden ist, das ist kein Zufall, das ist das Ergebnis weniger aktiver Jahre und einer öffentlichen Hand, die mitdenkt. D·A·CH kann das auch. Schneller, als viele denken.

Mittelfristig geht es zurück. Großraum Stuttgart, persönliche Wurzeln in Leipzig, Familie und Freunde über ganz Deutschland verteilt. Dann wird aus der Remote-Plattform eine mit lokalem Bein, mit einer Betreiberin, die dann endlich selbst vor Ort mitspielt, statt nur zu schreiben.

Was ich mir für D·A·CH wünsche

Die große Vision: Dass man in der D·A·CH-Region nicht mehr lange suchen muss, wenn man Pickleball spielen will. Dass in jeder größeren Stadt mindestens ein Ort existiert, an dem du reinkommen kannst, ohne Vorerfahrung, ohne Mitgliedschaft, ohne Einladung.

Dass „Ich habe noch nie davon gehört" so selten wird wie bei Padel heute. Dass Schulen Pickleball in den Sportunterricht nehmen, weil es einer der einfachsten Einstiegssportarten überhaupt ist. Dass Städte nachziehen und öffentliche Spielmöglichkeiten schaffen, so wie Bangkok es vorgemacht hat.

Und ganz konkret: Dass die Szene, die jeder Pickleballer sofort erkennt, auch im D·A·CH-Raum selbstverständlich wird:

„Noch ein Spiel, dann ist Schluss."

„Okay, nur noch ein Spiel, dann muss ich los."

„Komm schon, nur noch ein schnelles Spiel."

If you know, you know.

Was du hier findest

  • Grundlagen und Regeln, kompakt, auf Deutsch, so dass du in 10 Minuten spielbereit bist
  • Trainings-Tipps und Strategien, vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen
  • Die Community-Karte, Courts und Vereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Fehlt dein Standort? Hier eintragen.
  • Turnier-Kalender, kommende Turniere im D·A·CH-Raum
  • Turnier-Planer, kostenloser Planungs-Assistent für Organisatoren. Von der ersten Checkliste bis zur Nachbereitung, inklusive Beamer-Ansicht am Spieltag.
  • Ausrüstungs-Tipps, Paddles, Bälle, Schuhe. Unabhängig, ohne Schleichwerbung.
  • Blog & News, was sich in der D·A·CH-Szene bewegt

Was du hier nicht findest

  • Keine bezahlten Produktempfehlungen, die als „unabhängig" getarnt sind
  • Keine Clickbait-News oder Traffic-Jagd
  • Keine Trainingsvideos, es gibt weltweit bessere Inhalte, die ich lieber verlinke, als schwächere selbst zu produzieren
  • Keine offizielle Verbandsfunktion. PickleballDACH ist unabhängig und persönlich geführt

Wer ich bin

Claudia Berger. Aufgewachsen in Deutschland, mit Wurzeln in Leipzig. Seit mehreren Jahren mit meiner Familie in Bangkok. Spiele fast täglich Pickleball, seit Januar 2024. Habe im D·A·CH-Raum noch nie Pickleball gespielt, was sich im Sommer 2026 ändern wird.

Ich bin weder Trainerin noch Vereinsvorstand noch Sportjournalistin. Ich bin Spielerin. PickleballDACH betreibe ich aus Leidenschaft, nicht aus kommerziellem Kalkül. Wenn daraus irgendwann mehr wird, umso besser, aber der Antrieb ist und bleibt: eine bessere Anlaufstelle schaffen, als ich sie 2025 selbst gefunden habe.

Mitmachen

PickleballDACH lebt von der Community. Drei konkrete Wege, wie du beitragen kannst:

  • Deinen Standort eintragen: fehlt deine Halle, dein Verein, dein Gruppentreff auf der Karte? Ein Formular, zwei Minuten.
  • Einen Beitrag einreichen: Turnierbericht, Vereinsporträt, Erfahrungsbericht, Paddle-Review. Alles, was der D·A·CH-Szene hilft.
  • Kontakt aufnehmen: für Kooperationen, Feedback, inhaltliche Korrekturen oder einfach zum Hallo sagen.

Und wenn wir uns begegnen

Ich bin ab Juli 2026 für drei Monate in Deutschland. Wenn du mitspielen möchtest, ein Turnier empfehlen oder mir einen Tipp für einen guten Court geben willst: schreib mir.

Wir sehen uns auf dem Court.

Claudia